P0338 Generisch (SAE)

Kurbelwellensensor A Stromkreis Signal zu hoch

Aktualisiert 2026-10-02 · Zündsystem & Zündaussetzer

Schweregrad
Hoch
Typische Reparaturkosten
60 – 500 EUR
System
Antrieb

Bedeutung

Das Steuergerät hat vom Kurbelwellensensor A mehr Impulse als erwartet oder eine dauerhaft hohe Signalspannung erkannt. Zusätzliche Impulse sind meist elektrische Störungen oder ein beschädigtes Geberrad; eine dauerhaft hohe Leitung ist typischerweise ein offener Hall-Sensor oder ein Kurzschluss nach Plus. In beiden Fällen verliert das Steuergerät die genaue Kurbelwellenposition, was Zünd- und Einspritzzeitpunkt stört.

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Symptome

  • Zeitweises Absterben oder Stottern, oft bei hoher Drehzahl schlimmer
  • Startschwierigkeiten oder kein Start
  • Motorkontrollleuchte mit möglichen Zündaussetzercodes
  • Unregelmäßige Drehzahlmesseranzeige
  • Unruhiger Leerlauf oder plötzliche Drehzahlschwankungen

Häufige Ursachen

  1. Gerissener oder angebrochener Zahn am Geberrad, der zusätzliche Flanken im Signal erzeugt
  2. Zündstörungen, die über beschädigte Schirmung oder Verlegung nahe Zündspulen und Zündkabeln in die Sensorleitung einkoppeln
  3. Signalleitung des Hall-Sensors nach 5 V oder 12 V kurzgeschlossen
  4. Unterbrochene Masse oder Signalrückleitung am 3-poligen Hall-Sensor, sodass der Ausgang hoch bleibt
  5. Defekter Sensor mit innerem Kurzschluss
  6. Zubehör-Zündkomponenten oder schlecht entstörter Generator, der Störungen induziert

Diagnose

  1. Kurbelwellensignal im Leerlauf und bei 3000 U/min mit dem Oszilloskop prüfen: auf zusätzliche schmale Spitzen zwischen den Zähnen (Störung) oder eine doppelte Flanke an derselben Stelle jeder Umdrehung (beschädigter Zahn) achten.
  2. Bei Hall-Sensoren Versorgung (5 V oder 12 V), Massefall unter 0,1 V und sauberes Umschalten des Signals zwischen nahe 0 und Versorgungsspannung prüfen; eine Leitung, die nie abfällt, bedeutet offenen Sensor oder kurzgeschlossene Signalleitung.
  3. Bei Induktivsensoren auf Kurzschluss zwischen Signal und Schirm oder zum Zündkabelbaum prüfen; Widerstand von der Signalleitung zur Karosserie sollte bei abgestecktem Steuergerät über 10 kOhm liegen.
  4. Durchgang der Schirmleitung zur Masse am Steuergeräteende prüfen und kontrollieren, ob der Kabelbaum an einer Zündspule oder einem Zündkabel anliegt.
  5. Sensor ausbauen und Geberrad- bzw. Schwungradzähne auf Schäden oder Fremdkörper prüfen; Luftspalt (üblich 0,5-1,5 mm) messen, wo vorgegeben.
  6. Mit einem bekannt guten Sensor testen und den Kabelbaum von Zündteilen weg verlegen; bleibt der Code, bei Motoren mit Geberrad an der Riemenscheibe auf einen verrutschten äußeren Ring prüfen.

Häufige Fragen

Ich habe den Sensor getauscht und bekomme trotzdem P0338. Was nun?

Geberrad und Verkabelung prüfen. Ein angebrochener Zahn oder in den Kabelbaum eingekoppelte Zündstörungen setzen den Code auch mit einem neuen Sensor.

Kann ein verrutschter Schwingungsdämpfer das verursachen?

Ja, bei Motoren mit Geberrad an der Kurbelwellenriemenscheibe. Die Gummiverbindung versagt, der äußere Ring verschiebt sich und das Steuergerät sieht eine Position, die nicht mehr zum Nockenwellensensor passt.

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